Einbruchsaison: CSU-Abgeordnete informieren sich bei Polizei

05.12.2017 - by Michael Kießling

Die Meldungen in den Polizeiberichten häufen sich wieder: Es ist Einbruchsaison. Die örtlichen Abgeordneten der CSU, Alex Dorow aus dem Landtag und Michael Kießling aus dem Bundestag, haben sich deshalb bei der Polizei über die aktuelle Situation im Landkreis informiert.

Der Leiter der Polizeiinspektion Landsberg, Alfred Geyer, gab die Lageeinschätzung. Es seien bisher nicht wesentlich mehr Einbrüche als in den vergangenen Jahren zu beobachten, stellte Geyer fest. Die Präventionsberatung der Polizei würde sehr gut angenommen und zeige Wirkung. Dennoch: Vierzig Prozent der Einbrüche in Bayern wurden im vergangenen Jahr im Bezirk Oberbayern begangen. Die Landkreise um München sind besonders betroffen. Es werden allerdings immer mehr Täter gefasst – die Aufklärungsquote stieg seit 2013 deutlich an. Und im Vergleich zu anderen Bundesländern ist die Häufigkeitszahl bei Einbrüchen immer noch sehr niedrig. In Nordrhein-Westfalen liegt das Einbruchsrisiko beispielsweise etwa rund fünfmal höher.


„Wohnungseinbrüche beeinflussen das Sicherheitsgefühl vieler Bürger negativ – zu Recht. Die Bundespolitik hat in den vergangenen Jahren zwar viele Maßnahmen ergriffen, um gegen Einbrüche vorzugehen. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Vor allem in den besonders gefährdeten Gebieten müssen wir weitere Verbesserungen erreichen“, fasste der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling die Situation zusammen. Er nehme das als Aufgabe mit nach Berlin.


Der Bundestag hatte in der vergangenen Legislaturperiode auf Drängen der CSU härtere Strafen durchgesetzt: Die Mindeststrafe liegt künftig bei einem Jahr Haft. Die Staatsanwaltschaften müssen nun Anklage erheben. Sie dürfen Verfahren nicht mehr wegen Geringfügigkeit einstellen. Darüber hinaus wird privater Einbruchschutz stark gefördert. Das Zuschussprogramm der staatlichen Förderbank KfW hält jedes Jahr 50 Millionen Euro dafür bereit. Mieter und Eigentümer können den Zuschuss bekommen, wenn sie mindestens 500 Euro dafür investieren. Zuvor lag die Mindestsumme bei 2.000 Euro.


Aber auch der Freistaat Bayern war in den vergangenen Jahren nicht tatenlos. „Das von Innenminister Herrmann eingeführte Maßnahmenkonzept gegen Wohnungseinbrecher war bayernweit sehr erfolgreich. Bereits 2015 gab es einen deutlichen Rückgang der Einbruchszahlen um knapp neun Prozent, 2016 konnte das niedrige Niveau stabilisiert werden“, freut sich Landtagsabgeordneter Alex Dorow und sieht Bayern daher gut gewappnet: „Wir dürfen die weitere Entwicklung schlicht nicht aus den Augen verlieren!“

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